Investitionsrechnung - Verfahren zur Ermittlung des internen Zinssatzes. Print 26.10.2014
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Investitionsrechnung

Investitionsrechnung - Verfahren zur Ermittlung des internen Zinssatzes.


Mit steigender Kapitalintensität erlangt eine rentabilitätsorientierte Kapitalbudgetierung und Kapitallenkung eine immer grössere Bedeutung. Kapitalintensive Unternehmen sollten sich deshalb für ein durchgängig rentabilitätsorientiertes Controlling-Konzept entscheiden, das nicht nur über die Umsatzrendite, sondern vor allem über die Rentabilität des geschäftsfeldspezifisch und unternehmensspezifisch investierten Kapitals informiert. Hier erhalten Sie Praxistipps für Ihre Investitionsrechnung.

Nach der praxisbewährten Methode des internen Zinssatzes kann man die Rentabilität einzelner Investitionsprojekte genau berechnen. Der interne Zinssatz fungiert als kritischer Sollzinssatz. Investitions-Controller können sich bei der Steuerung und Optimierung von Investitionsprogrammen an diesem Rentabilitätsmass orientieren.

Investitionsrechnung - Ideales Instrument zur Renditebestimmung

Wenn man die Ertragskraft einer Investition unverfälscht abbilden will, muss man sich auf die Methode des internen Zinsfusses stützen. Dieses bekannte und in der Praxis auch weit verbreitete Verfahren wird schon in frühen Phasen der Investitionsplanung im Vorfeld der Konkretisierung investitionsspezifischer Finanzierungspläne zur Bestimmung der gesamtkapitalbezogenen Investitionsrendite genutzt. Es berechnet eine Rendite, die sich direkt und ausschliesslich auf den investitionsspezifisch notwendigen Kapitaleinsatz und auf die über die Investitionsdauer hinweg verbleibende Kapitalbindung bezieht. Es basiert auf der realistischen Annahme, dass die nicht zur Verzinsung dieses eingesetzten Kapitals benötigten Teile der realisierten Cashflows zur schnellstmöglichen Kapitaltilgung genutzt werden. Diese Kapitalrückführungsprämisse stellt sicher, dass der interne Zinssatz als gesamtkapitalbezogenes Rentabilitätsmass gänzlich unbeeinflusst von irgendwelchen fragwürdigen Wiederanlagefiktionen nur die investitionsspezifisch originäre Rentabilität zum Ausdruck bringt.

Wie Sie in dem Excel-Arbeitsblatt sehen werden, quantifiziert die Methode des internen Zinsfusses einen über die gesamte Investitionsdauer hinweg durchgängig relevanten Einheitszinssatz. Dieser kritische Sollzinssatz bezieht sich auf eine rechenalgorithmisch ermittelte Kapitalbindung, die ihrerseits vom Niveau des simultan bestimmten internen Zinssatzes abhängig ist. Der finanzmathematische Algorithmus des internen Zinsfusses ermittelt das anlässlich der Investitionsfinanzierung gerade noch hinnehmbare Zinsniveau und den bei einer solchen Zinslast gerade noch zur vollständigen Kapitalamortisation ausreichenden Kapitaldienst, dessen Kapitalverzinsungskomponente mathematisch direkt mit der Kapitalrückführungskomponente korrespondiert. Der zuvor erwähnte Zusammenhang ist in methodischer Hinsicht höchst wichtig. Er hat zur Folge, dass sich der interne Zinssatz einer Investition vom Anfang bis zum Ende der Investitionsdauer stets auf das zum Beginn einer Teilperiode jeweils noch gebundene Kapital bezieht. Den Investor und Kapitalgeber informiert dieses Investitionsrechnungsverfahren über jene Verzinsung, die sich durchweg auf das noch nicht wieder zurückgeflossene Kapitalvolumen bezieht. So gesehen ist es auch nicht falsch, wenn man vereinfachend feststellt, dass der interne Zinssatz die Rendite des durchschnittlich gebundenen Kapitals angibt.

Zur Beurteilung der Vorteilhaftigkeit einzelner Investitionsprojekte muss der interne Zinssatz mit dem Kalkulationszinssatz verglichen werden, der als faktischer Sollzinssatz die zu erwartende Zinslast der konkret ins Auge gefassten Investitionsfinanzierung widerspiegelt. Dies zeigt, dass die finanzielle Umgebung der jeweils zu beurteilenden Investition ohne Zweifel sehr pauschal beschrieben wird. Grundsätzlich geht der Rentabilitätskalkül nach der Methode des internen Zinsfusses davon aus, dass die zu evaluierende Investition nur eine einzige Finanzierungsquelle des Unternehmens tangiert. Demnach ist man bei der rentabilitätsmässigen Evaluierung gemischt finanzierter Investitionen auf die Berechnung eines Mischzinssatzes im Sinne eines steuerkorrigierten gewogenen arithmetischen Mittelwertes der Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital) angewiesen. Dass ein solcher Mischzinssatz die Konditionen der Investitionsfinanzierung nur näherungsweise abbilden kann, ist offensichtlich.
Verwandte Begriffe
Kalkulation, Rentabilität, Kapital, Finanzen, Finanzierung
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