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Employability - Sind Sie für den Arbeitsmarkt fit genug?
Im Berufsleben steht jeder von Ihnen tagtäglich neuen Herausforderungen gegenüber. Gleichzeitig verändert sich die Arbeitswelt stetig: So gehört der Arbeitsplatz auf Lebenszeit schon längst der Vergangenheit an, ebenso die vorgezeichneten Berufswege. Um Schritt halten zu können, müssen Sie sich ein Leben lang weiterentwickeln. Schliesslich würde auch kein Profisportler je auf die Idee kommen, einfach nicht mehr zu trainieren - auch wenn er vielleicht gerade top in Form ist. Employability ist ein Muss.
Employability
Für viele Führungskräfte stehen vor allem die fachlichen Kompetenzen im Vordergrund. Aufgrund der zunehmenden Veränderungsgeschwindigkeit, der steigenden Komplexität sowie der erhöhten Wissensintensität ist dieser Fokus jedoch zu einseitig. Der Grund: Neben Fachkompetenzen sind im Wirtschaftsleben auch soziale, methodische und persönliche Kompetenzen gefragt. Dieses Kompetenzbündel wird auch als Employability bezeichnet.
Bestandteile des Kompetenzbündels Employability
- Initiative: Ich ergreife meine Chance.
- Eigenverantwortung: Ich setze mir Ziele.
- Unternehmerisches Denken und Handeln: Ich verantworte meine Leistung.
- Engagement: Ich engagiere mich.
- Lernbereitschaft: Ich lerne ständig weiter.
- Teamfähigkeit: Ich arbeite gut mit anderen.
- Kommunikationsfähigkeit: Ich vertrete meine Meinung.
- Einfühlungsvermögen: Ich will andere verstehen.
- Belastbarkeit: Ich handele besonnen.
- Konfliktfähigkeit: Ich stelle mich schwierigen Situationen.
- Offenheit: Ich bin offen für Neues.
- Reflexionsfähigkeit: Ich überprüfe regelmässig meine berufliche Fitness.
Zeigen Sie sich eigenverantwortlich
Die Förderung Ihrer Employability obliegt nicht nur dem Arbeitgeber. Einen Grossteil der Verantwortung für die Umsetzung tragen Sie auch selbst: Es liegt schliesslich in Ihrem Interesse, sich kontinuierlich den sich verändernden Rahmenbedingungen sowie den Anforderungen des internen wie externen Arbeitsmarkts anzupassen. Um einen Einstieg zu finden, können für Sie folgende Leitfragen hilfreich sein:
- Kenne ich mein persönliches Stärken- Schwächen-Profil?
- Welche beruflichen Anforderungen werden heute und in Zukunft an mich gestellt?
- Wie stark beachte ich bei meinen Weiterbildungen den externen Arbeitsmarkt?
- Wie flexibel bin ich bezüglich Arbeitsinhalt, Arbeitsprozess, Arbeitsort und Entgelt?
- Wie häufig blättere ich im Stellenanzeiger oder surfe im Internet-Stellenmarkt?
- Wann habe ich mich zum letzten Mal für eine Stelle beworben?
Die Entscheidung, sich um die eigene berufliche Fitness zu kümmern, ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite der Medaille stellt das tatsächliche Tun dar. Beginnen Sie mit einer Standortbestimmung, was Ihre Kompetenzen betrifft: Fokussieren Sie sich dabei nicht nur auf Ihre Fachkompetenzen, sondern berücksichtigen auch die Schlüsselkompetenzen.
Vergleichen Sie Ihr Selbstbild mit anderen Meinungen
Diese Selbsteinschätzung können Sie um eine Fremdbewertung ergänzen: Fragen Sie Freunde, Kollegen und Familienmitglieder, wie sie Ihr Kompetenzprofil einschätzen und vergleichen Sie deren Einschätzungen mit Ihrer eigenen Bewertung. Das optimale Ergebnis erhalten Sie, wenn Sie ihnen dieselben Fragen, die Sie sich auch gestellt haben, zur Beantwortung vorlegen.
Musterfragen für Ihre richtige Selbsteinschätzung
Wie bewerte ich selbst meine Leistung in Bezug auf:
- Termineinhaltung
- Qualität der ausgeführten Arbeit
- Umgang mit der Arbeitsmenge
- Fehlerhäufigkeit
- Abstimmung innerhalb des Führungsbereichs/Unternehmens
- zielorientierte Realisierung von Vereinbarungen
- ganzheitliche Aufgabenbewältigung
- konstruktives Konfliktlösungsbewusstsein
- Kreativität
- selbstständiges Arbeiten (Erkennen von Problemen, Sinn für Eigenverantwortung, Form der Zielsetzung, Arbeitsweise und -techniken)
- mein persönliches Verhalten (Belastbarkeit, Pünktlichkeit, Pflichtbewusstsein, Verlässlichkeit)
Auch ein 360°-Feedback kann hilfreich sein. Hier ist jedoch zu beachten, dass dieses Feedbackinstrument nicht den offiziellen Charakter einer Personalbeurteilung erhalten darf. Schliesslich soll es ja nur Ihnen bei Ihrer persönlichen Entwicklung dienen - und nicht Ihrem Vorgesetzten zur Leistungsbewertung.
Sobald Sie um Ihren aktuellen Kompetenzstand wissen, können Sie starten, Ihre Stärken auszubauen und Ihre Schwächen zu beheben («Wie kann ich beschäftigungsfähig werden und es bleiben?»). Dies muss nicht unbedingt mit teuren Seminaren einhergehen, denn Selbstreflexionen, Hilfe zur Selbsthilfe (zum Beispiel aus der Literatur) können auch nützlich sein. Die Inanspruchnahme eines Führungskräfte-Coachs stellt eine weitere Variante dar.
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Verwandte Begriffe |
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[
Anforderungsprofil,
Bewerbung,
Weiterbildung,
Führung,
Selbstmanagement
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