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Stellenvermittlung - Fordern Sie was für Ihr Geld!
Die Wahl der richtigen Stellenvermittlungsfirmen ist sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer von enormer Bedeutung. Der Arbeitgeber bezahlt in der Regel viel Geld, wenn er mit Hilfe einer Vermittlung eine Vakanz erfolgreich besetzen kann. Für dieses Geld hat er aber auch Anspruch auf ein Dienstleistungspaket, das ihm zeitliche Entlastung, kompetente und professionelle Beratung bringt.
Damit dieses Dienstleistungspaket erfolgreich geschnürt werden kann, ist eine Basis des gegenseitigen Vertrauens absolut erforderlich: Der Auftraggeber (Mandant) überträgt die Personalbeschaffung als Mandat einem Dritten (Auftragnehmer) und muss daher die Gewähr haben, dass seine Firmeninteressen und damit auch das Personalmarketing wahrgenommen werden.
Die Stellenvermittlung hat eine treuhänderische Funktion, die sie kompetent und erfolgreich wahrnehmen will. Sie hat gleichzeitig zwei Kunden zufriedenzustellen: den Mandanten einerseits und die Bewerber andererseits. Um ihre Arbeit optimal zu lösen, muss sie
- die Firma und deren Produkte,
- den Stellenbeschrieb
- und das Anforderungsprofil (mit Salärrahmen) kennen.
In der Regel übernimmt die Stellenvermittlung das gesamte Beschaffungsprozedere. Sie inseriert (wobei die Insertionskosten nach Absprache in der Regel der Mandant übernimmt), sie führt Vorstellungsgespräche, analysiert die Unterlagen, holt Referenzen ein und trifft eine Vorselektion. Sie lässt sich von den Vorselektionierten autorisieren, die Unterlagen an den Mandanten weiterzuleiten und koordiniert die Vorstellungsgespräche beim Mandanten.
Der Mandant merkt sehr schnell, wie qualifiziert eine Vermittlung arbeitet. In der Regel werden zwei Hauptfehler begangen: in der Analyse des Lebenslaufes und bei der Salärfrage. Der Lebenslauf muss lückenlos sein, bzw. Lücken glaubhaft begründen. Eine Vermittlung, die in diesem elementaren Bereich versagt, darf man nicht mehr berücksichtigen. Die Dotation einer Stelle muss unbedingt im Anforderungsprofil enthalten sein; ein Bewerber will wissen, wie er bezahlt wird. Leider schicken Vermittlungen regelmässig auch Bewerber zu Vorstellungsgesprächen, die den finanziellen Rahmen bei weitem sprengen. Auch in diesem Fall wird ein zentrales Selektionskriterium des Mandanten nicht respektiert.
Bezeichnungen und Qualitätskriterien
Gebräuchliche Benennungen für Vermittlungsfirmen sind
- Personalberatung
- Stellenservice
- Kaderberatung
- Assessment und Outplacement
- Personal-Management
- Consulting
- Unternehmensberatung in Personalfragen
- Personal- und Kaderselektion
- Temporär- und Dauerstellen
- Personal-Consult
- Stellenvermittlung
Viel wichtiger als der Firmenname ist natürlich die - leider oft mangelhafte - Qualifikation der einzelnen Dienstleister.
Ein Auftraggeber muss sich zunächst vergewissern, ob die Vermittlungsfirma die obligatorische staatliche Bewilligung besitzt: Nur wer über diese Bewilligung verfügt, ist vermittlungsberechtigt. Sie wird nur auf eine Person ausgestellt, die sich über die notwendigen Kenntnisse auszuweisen hat. In einer Firma mit vielen Mitarbeitern können daher auch Angestellte Vermittlungen vornehmen, die nicht dafür qualifiziert sein müssen. Die Vermittlungsbranche geniesst aus diesem Grund bei Mandanten und Bewerbern nicht den besten Ruf; dies gilt leider auch für grosse internationale Firmen, die in der Regel auf Mandatsbasis arbeiten und sehr teuer sind. Die Zusammenarbeit mit solchen Firmen bringt vielleicht Renommee, kostet aber viel Geld und schleust nicht unbedingt die geeigneten Mitarbeiter ins Unternehmen.
Stellenvermittlung in der Praxis
Ob man eine gute Dienstleistung erhält, ist nicht einfach reine Glückssache. Es lohnt sich, bei der Auswahl Zeit zu investieren. Wer mit Vermittlungsfirmen rechtzeitig Kontakt aufnimmt, der kann sich ein gutes Bild über Zuverlässigkeit und Kompetenz des Partners machen.
Gehen Sie in der Praxis so vor:
- Beginnen Sie ohne Zeitdruck mit der Evaluation (nicht bei dringend zu besetzenden Vakanzen).
- Laden Sie verschiedene Vermittlungsfirmen, die Ihnen immer wieder Unterlagen zustellen, mit den Sie bereits schon erfolgreich zusammengearbeitet haben oder die sich für eine Zusammenarbeit mit Ihnen angemeldet haben, zu einem unverbindlichen Gespräch ein.
- Dokumentieren Sie die Firmen mit Ihren Prospekten und der Firmenbroschüre.
- Versuchen Sie, sich im persönlichen Kontakt ein Bild zu machen; stellen Sie fest, ob die Chemie für die Zusammenarbeit stimmt; prüfen Sie, was die Vermittlungsfirma von Ihrer Firma weiss.
- Zeigen Sie den ganzen Betrieb (Produktion, Administration etc.).
- Entscheiden Sie sich nach ca. 2 Monaten für drei oder vier Firmen.
- Sobald in Ihrem Betrieb eine Vakanz entsteht, schicken Sie die notwendigen Unterlagen an die von Ihnen ausgewählten Firmen.
Wichtig ist die Transparenz: Alle Vermittlungen, die für Ihre Firma arbeiten dürfen, wissen voneinander. Sie erhalten gleichzeitig bei Vakanzen das entsprechende Anforderungsprofil.
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Verwandte Begriffe |
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[
Stelleninserat,
Beratung,
Bewerberauswahl,
Stellenbeschrieb,
Anforderungsprofil
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