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Kooperationen - Erfolgsfaktoren von Win-Win-Geschäften.
Autor:
IFJ, Institut für Jungunternehmen
Technologische Änderungen und die damit verbundenen Investitionen sowie der Zwang zum Full-Service-Angebot bringen immer mehr Unternehmen dazu, mit anderen Firmen zu fusionieren oder gezielte Kooperationen einzugehen. Fusionen und Kooperationen ermöglichen viele Synergien, wenn es gelingt, die Interessen optimal abzustimmen und wichtige Fehler zu vermeiden.
Der Konkurrenzdruck in den meisten Branchen wird immer härter. Dies gilt für alle ‹Mitspieler› in der Industrie. Der Wettbewerbsdruck wird zusätzlich intensiviert durch neue Medien und Technologien. Die ‹alten und neuen› Medien verschmelzen immer stärker, und es ist ein breiteres Know-how erforderlich. Der Trend zum Gesamtangebot ist unverkennbar. Ehemalige ‹Produktionspartner› in der Prozesskette werden zu erbitterten Konkurrenten. Kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) müssen für ihren Kundenkreis eine ähnliche Strategie verfolgen, ohne die kapitalintensiven Investitionen in Anlagen und Mitarbeiter zu tätigen. Grossbetriebe werden sich auf GU-Aufträge konzentrieren und die ganze Wertekette abdecken. Ausserdem ist eine Polarisierung der Betriebsgrössen erkennbar, d.h. es werden - von Ausnahmen abgesehen - nur Marktleader und Kleinbetriebe überleben.
Zur Erfolgssicherung sind Startups und KMUs gezwungen, sich im Rahmen des Business Modells einerseits auf gewisse Prozesse zu fokussieren und andererseits vertikale und horizontale Kooperationen einzugehen, um die eigene Wertekette zu verlängern (GU-Angebot) und eine Effizienzsteigerung sicherzustellen. Diese doppelte Stossrichtung ist ungleich anspruchsvoller als eine eindeutig vertikale (z.B. Druckerei mit Medienagentur und Lettershop) oder horizontale Kooperation (Druckzentrum).
Mit geeigneten Kooperationen wird es möglich, eine optimale Vernetzung der Prozessketten der Partner und des gemeinsamen Kunden sicherzustellen.
Strategische Erfolgsgrundsätze contra Kooperationen
In der Literatur wie in der Praxis werden u.a. folgende strategische Erfolgsgrundsätze definiert und anerkannt:
- Konzentration der Kräfte
- Aufbauen auf bestehenden Stärken
- Klare Profilierung und Differenzierung im Markt (Wo sind wir einzigartig?)
- Einfachheit und Pragmatismus
Stehen diese Grundsätze im Gegensatz zu den oben erwähnten Tendenzen und Konsequenzen? Die Antwort lautet: Nein, denn mit guten Kooperationen können Win-Win-Beziehungen sichergestellt und Synergien optimal genutzt werden.
Was Kooperationen mit Naturgesetzen gemeinsam haben - In einer guten Partnerschaft konzentrieren sich die Partner auf diejenigen Aufgaben, die sie besonders gut erfüllen können. Andere Aufgaben werden an den Partner delegiert, um so gemeinsam eine bessere Lebensqualität sicherzustellen. Diese Regel hat sich während Jahrhunderten zwischen Menschen, aber auch in der Tierwelt bewährt.
Ähnlich wie private Partnerschaften sind Kooperationen zwischen Unternehmen gelagert. Eine Rückbesinnung auf die Regeln der Natur tut Not. Für KMU ist es wichtig, wichtige Basiswerte nicht aus den Augen zu verlieren und Grossunternehmen nachzuahmen. Erfolgreiche Unternehmen erkennen in guten Kooperationen die Chance, die Unabhängigkeit der Partner zu verstärken. Für die Zukunft gilt mehr denn je: Der ‹Zukauf› von Know-how und Mitarbeiter war und ist nie eine echte unternehmerische Leistung. Eine Firma muss organisch wachsen und den Erfolg sichern.
Formen und Erfolgschancen von Kooperationen
Kooperationen sind ein gutes Instrument für die Erfolgssicherung in der Zukunft und für die erfolgreiche Bewältigung wichtiger Herausforderungen. In der Praxis gibt es verschiedene Formen von Kooperationen, welche unterschiedliche finanzielle und rechtliche Verflechtungen der Partner verlangen und individuelle Freiheitsgrade bezüglich der strategischen Ausrichtung kaum (Erfahrungsaustausch) oder extrem (Fusion) einschränken.
Die sinnvolle Form und der Intensitätsgrad von Kooperationen sind von der Strategie der beteiligten Unternehmen abhängig. Sicher ist, dass der Erfolg vor der vertraglichen Niederschrift entschieden wird. Gute Kooperationen ergeben sich aus einer Partnerschaft unabhängiger Menschen, die das gegenseitige Vertrauen höher einschätzen als noch so detaillierte Verträge.
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Verwandte Begriffe |
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Kooperationen,
Strategische Allianzen,
Unternehmensführung
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